Wolfram J. Brand

Malerei, Zeichnung, Grafik, Fotografie, Intermedia, Videografie



Vita:
Geb. 1947 in Osnabrück. Von 1964-1967 Ausbildung zum Grafiker. 1968-1971 Studium in Berlin an der Hochschule für Bildende Künste. 1971-1972 Grafik-Designer in Berlin. Seit 1973 freie grafische Arbeiten (Serigrafie, Tiefdruck) und Malerei. 1974-1980 Studium in Mainz, Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Philosophie. Seit 1974 Experimente im Bereich Intermedia. 1977-1988 Mitglied im Bund Bildender Künstler, Niedersachsen. Seit 1983 experimentelle Fotografie, Fotografik und Fotocollage. Seit 1984 informelle Malerei und Zeichnung. Seit 1995 inter-media art-project. Seit 2001 Schwerpunkt im Bereich Videografie.

Ausstellungen:
In Berlin, Osnabrück, Mainz, Bonn, Siegen, Kreuztal, Freudenberg. 1995 - 2000 Inter-media-art-performances in Hilchenbach, Marburg und Siegen mit Musikern und Tänzerinnen.

Veröffentlichungen:
BBK, Osnabrück-Emsland, 1987 (GP).

Zum Künstler:

"Die reine Abbildung ist ihm zu wenig, deshalb arbeitet Wolfram Brand mit dem Stilmittel der Verfremdung und führt zusammen, was sich gewöhnlich selten begegnet: Fotocollagen verbinden sich vor dem Auge des Betrachters ebenso selbstverständlich mit Ölfarben wie mit Klangbildern...." (WR)

"Künstlerische Arbeit im Bereich neuer Medien begreife ich zunächst als ein Auffinden von Zivilisationsphänomenen, die sich in der Welt des anonymen Großstadtmenschen und seines Konsums, der trivialen Alltagskultur, der urbanen Konglomerate, der allgegenwärtigen Werbung und den Spuren des denaturierenden Landschaftsverbrauchs manifestieren.
Dem über längere Zeitabschnitte von mir gesammelten fotografischen, videografischen und auditiven Material spreche ich zwar den dokumentarischen Charakter nicht ab, aber im Studio wird es unter Anwendung moderner Medientechnik gesichtet, selektiert, kombiniert und collagiert. Die Gegenstandsformen des Foto- und Videomaterials werden am PC verändert, fragmentiert und permutiert. vertraute Raum-, Zeit- und Größenrelationen verschieben sich so bis hin zu gegenstandsauflösenden Chiffren. Verfremdungen, Umdeutungen und vor allem Überblendungen und Durchdringungen führen zu verdichteten und prägnanten Aussagen.
Digital aufgezeichnetes Klangmaterial wird bearbeitet, verfremdet und neu definiert. So macht Inter-media art-project komplexe Abläufe visuell und auditiv erlebbar. Durch sukzessive, simultane oder alternierende, thematisch unterschiedliche und kontrastierende Bild-Ton-Sequenzen werden Inter-Media-Performances, Video- und Multivisions-Projektionen sowie Acustic-Art-Präsentationen realisiert.
Die Zeitlichkeit von Inter-media art-project ist für die performative Dimension zentral und unumgänglich, so wird z.B. durch Wiederholungen einzelner Sequenzen das lineare Zeitempfinden aufgehoben, während asynchrone und multiple Projektionen die gängigen Erwartungen an kausale Abläufe durchkreuzen. Die nonlineare, achronologische, multiperspektivisch angelegte semantische Polyvalenz fordert den Rezipienten auf, das heterogene und disparate Material ohne vorgegebene Interpretationsmuster gedanklich zusammenzufügen."


Siehe auch:
Medien / Presse / Magazine: Westfälische Rundschau Siegen
Medien / Presse / Magazine: Westfälische Rundschau, Redaktion Wittgenstein
Bildung / Wissenschaft / Institute / Verbände / Vereine: Schule für Bildende Kunst
Service / Überreg. Förderung/Verbände / Bildende Kunst: Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK)
Service / Überreg. Förderung/Verbände / Bildende Kunst: Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, Landesverband NRW e.V.

© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet • KHB 527.HTM / 06.02.2008 |