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Öffnungszeiten:
Di – Sa 14 – 18.00 Uhr, Sonntag, Feiertag 11.00 – 13.00 und 14.00 – 18.00 Uhr. Eintritt frei
Geschichte:
Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens der Städtischen Galerie Haus Seel veröffentlicht eKulturSiegen weitere Informationen zur Stifterin Anna Seel (1866-1938) und ihrem Vermächtnis an die Stadt Siegen, zur Entstehungsgeschichte der Städtischen Galerie Haus Seel.
Seit 1962 gibt es die Städtische Galerie Haus Seel, doch die Geschichte reicht sehr viel weiter zurück bis in die dreißiger Jahre. Damals lebte in Siegen am Löhrtor die Namensgeberin des Hauses, Anna Seel. Die engagierte Malerin vermachte ihr Haus der Stadt Siegen. Im Testament vom 3. Januar 1934 verfügte sie folgendes: "Mein Haus in Siegen, Löhrtor 6, fällt nach meinem Tode an die Stadt Siegen. Das Haus darf nie verkauft und nie vermietet werden. Die Stadt Siegen soll ein Museum für bildende Kunst in dem Haus errichten. In einem der Räume im Erdgeschoss soll eine wechselnde Ausstellung dauernd tagen. Der erste Stock soll für angekaufte Bilder benutzt werden. Als Grundstock für das neu zu errichtende Museum in meinem Hause, überweise ich folgende Gemälde: (...)"
Das Haus am Löhrtor wurde im zweiten Weltkrieg zerstört. Die Stadt Siegen weihte 1962 das ersatzweise geschaffene Gebäude – Städtische Galerie Haus Seel – Kornmarkt 20 in Siegen ein, als Ort für die Kunst mit wechselnden Kunstausstellungen und Veranstaltungen. Außerdem wurde die Stadtbibliothek im Haus eingerichtet.
Zur Eröffnung der Städtischen Galerie Haus Seel 1962 wurde eine Ausstellung mit Gemälden von Giorgio Morandi, dem zweiten Rubenspreisträger, gezeigt. Bis 1992 (Rubenspreisträger Rupprecht Geiger) wurden die Preisträgerausstellungen im Haus Seel gezeigt. 1997 (Rubenspreisträger Lucian Freud) war das Ausstellungsforum Haus Oranienstraße als seinerzeitige Dependance des Siegerlandmuseums Schauplatz der Preisträgerausstellung. Seit 2002 (Rubenspreisträgerin Maria Lassnig) werden die Preisträgerausstellungen als Kooperation im Museum für Gegenwartskunst Siegen gezeigt. 2015 wurde die Ausstellungsfläche um 130 qm im Untergeschoss auf der ehemaligen Ebene der Stadtbibliothek erweitert.
Bis heute ist die Städtische Galerie Haus Seel, auch wegen der besonderen Architektur mit Lichtkuppeln im Dach der Galerie, ein sehr beliebter Ausstellungsort für regional und überregional arbeitende Künstlerinnen und Künstler. Das 2020/21 und 2025 technisch und optisch modernisierte Haus ist mit durchschnittlich 10 Ausstellungen pro Jahr gut ausgelastet. Hinzu kommen Begleitveranstaltungen, Lesungen, Vorträge und Konzerte.
Regelmäßige Gäste in der Städtischen Galerie Haus Seel sind der im Haus Seel mit seiner Geschäftsstelle beheimatete Kunstverein Siegen e. V., der Fotokreis Siegen e. V., die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Siegerland e. V., die ASK (Arbeitsgemeinschaft Siegerländer Künstlerinnen und Künstler e. V.), die Universität Siegen mit dem Institut Kunst sowie – alle zwei Jahre - der Kunstkreis Siegerland e. V..
Im Abstand von fünf Jahren wird unter organisatorischer Mitwirkung von KulturSiegen der „Rubenspreis der Stadt Siegen“ an eine lebende Künstlerin / Künstler aus dem Bereich Malerei oder Grafik verliehen, welche sich durch bedeutende künstlerische Leistungen auszeichnet. Darüber hinaus stiftet die Stadt Siegen den „Förderpreis zum Rubenspreis der Stadt Siegen“, der an junge talentierte Künstlerinnen / Künstler aus dem Gesamtbereich der Bildenden Kunst verliehen wird. Die Verleihung des Rubenspreises erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Gegenwartskunst.
Publikationen / Kataloge:
1962 Giorgio Morandi. 1967 Peter Paul Rubens. 1967 Francis Bacon. 1972 Antoni Tapies. 1977 Fritz Winter. 1982 Emil Schumacher. 1982 Eberhard Schlotter. 1984 Max Neumann. 1987 Cy Twombly. 19879 Julia Lohmann. 1992 Rupprecht Geiger. 1994 Karin Sander. 1997 Lucian Freud. 1999 Silke Rehberg. Mit dem Museum für Gegenwartskunst Siegen: 2002 Maria Lassnig. 2007 Sigmar Polke. 2009 Diango Hernández. 2012 Bridget Riley. 2017 Niele Toroni. 2019 Lena Henke. 2022 Miriam Cahn. 2024 Sung Tieu