Stiftung der Sparkasse Siegen für Kunst und Kultur



Die Stiftung der Sparkasse Siegen für Kunst und Kultur wurde 1992 anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Sparkasse Siegen aus der Taufe gehoben. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, Kunst und Kultur in der Region zu fördern und Akzente zu setzen, die die Attraktivität des heimischen Raumes steigern. Auf diese Weise unterstreicht die Sparkasse Siegen ihr außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement. Wichtig ist den Verantwortlichen der Stiftung, dass die Kulturförderung nicht hinter verschlossenen Türen stattfindet, sondern öffentlich präsentiert und zur Diskussion gestellt wird.
Aus den Erträgen des Stiftungskapitals, das sich inzwischen auf 600.000 Euro beläuft, werden vor allem solche kulturellen Projekte in Siegen, Freudenberg, Hilchenbach, Kreuztal, Netphen und Wilnsdorf gefördert oder initiiert, die sonst nicht realisierbar wären. Dabei ist das Spektrum bewusst breit gehalten.
2017 wurde zum ersten Mal der Förderpreis „Junge Kunst“ verliehen, den die Stiftung gemeinsam mit dem Kunstverein Siegen e.V. ins Leben gerufen hat. Nach Julius Brauckmann aus Düsseldorf, der insbesondere durch Installationen und Videokunst auf sich aufmerksam machte, war die schwedische Künstlerin Astrid Kajsa Nylander die zweite Preisträgerin. Sie verbindet in ihrer Kunst Formate der klassischen Ölmalerei mit Performances und Musik. Werke von Bradley Davies, Förderpreisträger im Jahr 2021, lassen sich nicht kategorisieren. Sie weisen jedoch einen gewissen Sinn für Humor auf und spielen mit der Mehrdeutigkeit von Sprache. Zuletzt wurde der Preis 2023 an Fion Pellacini verliehen. Seine skulpturalen, performativen und musikalischen Arbeiten beziehen sich auf verschiedene soziale Gruppen und reflektieren physische, räumliche und soziale Bedingungen.
Darüber hinaus hat die Stiftung in den letzten Jahren hiesige Museen mit Medientechnik ausgestattet und die Neugestaltung von Ausstellungsflächen ermöglicht. Weiterhin wurde in Kreuztal eine Ausstellung zum Leben und Wirken der dort geborenen Bauhaus-Künstlerin Alma Siedhoff-Buscher gefördert. Die Künstlerin diente als Vorbild für die Protagonistin Lotte Brendel im Spielfilm „Lotte am Bauhaus“, der anlässlich des 100. Bauhaus-Jubiläums ausgestrahlt wurde.
Die jährlich stattfindende „Schießstandjam“ des Vereins Stylefiasko e.V. auf dem Erfahrungsfeld SchönUndGut hat die Stiftung gleich mehrfach unterstützt. Ziel des Projekts ist es, Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen die Elemente der HipHop-Kultur näher zu bringen, insbesondere durch Darbietungen der HipHop-spezifischen Bereiche des Tanzes, der Musik und des Sprühens von Graffiti. Die Jams erstrecken sich über einen ganzen Tag, an dem DJs ihr Können zeigen und diverse Konzerte gespielt werden. Diese werden mit Auftritten mehrerer Main-Acts zum Abschluss gebracht. Parallel besprühen Graffiti-Künstler eine 300 Meter lange Wand, die sich dauerhaft auf dem Gelände befindet.
Auch die Idee der Heimatgruppe Niederschelden zur Digitalisierung von Bildmaterial der Charlottenhütte hat die Stiftung gern unterstützt. Das Material befindet sich im Besitz der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen und dokumentiert die regionale Industriegeschichte sehr eindrücklich. Seit der Digitalisierung sind die Fotos über das Archiv der Stiftung zur Industriegeschichte Thyssen abrufbar.

Engagieren Sie sich in einer gemeinnützigen Organisation aus dem Bereich Kunst und Kultur und sind an einer Förderung durch die Stiftung der Sparkasse Siegen für Kunst und Kultur interessiert? Schauen Sie sich gern die Förderrichtlinie der Stiftung an. Wir freuen uns außerdem über Möglichkeiten, unsere Postkarten auszulegen, um die Fördermöglichkeiten durch die Stiftung weiter bekannt zu machen. Nehmen Sie gern Kontakt zu uns auf!


Siehe auch:
Veranstaltungsorte / Siegen: Aula Lÿz
Veranstaltungsorte / Siegen: Kleines Theater Lÿz
Veranstaltungsorte / Siegen: Schauplatz Lÿz
Veranstaltungsorte / Siegen: Siegerlandhalle (Großer Saal)

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