Donnerstag | 01.10.2026 | 19.30 Uhr
Das Haus in der Matoušova-Straße
33. Berleburger Literaturpflaster

© Privat
Lesung: Tereza Bou?ková , Moderation: Rikarde Riedesel, Übersetzung: Maria Sileny, Deutsche Stimme: Bettina Born. Aus dem Tschechischen von Maria Sileny.
1927 erwarb der jüdische Rechtsanwalt Eduard Schwarz ein Haus in der Matoušova-Straße im Prager Stadtteil Smíchov – als Zuhause für sich und seine Familie. Er starb noch vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. In ihrem Roman entfaltet Tereza Bou?ková die fast hundertjährige Geschichte seiner Nachkommen und der weiteren Hausbewohner. Ihre Recherchen zu jüdischen Familien führen nach Auschwitz, zu dem berüchtigten Lagerarzt Josef Mengele und zum Kindertransport von Sir Nicholas Winton. Sie erzählt zudem vom Schicksal der Schauspielerin Zita Kabátová, deren Karriere unter dem kommunistischen Regime zerbrach. Auch der spätere Präsident Václav Havel ging hier ein und aus, um seine Geliebte Anna Kohoutová zu besuchen. So wird jede Wohnung des Hauses zu einem eigenen, bewegenden Kapitel tschechischer Geschichte. Tereza Bou?ková ist die Tochter von Pavel Kohout und Anna Cornová und eine tschechische Bestsellerautorin. Es wird ein ganz besonderer Abend, der tschechische Erzähltradition mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts verknüpft.

EJOT SE & Co. KG, Foyer, Im Herrengarten 1, Bad Berleburg
+49 (0)2751 923232
[Karten]