Dienstag | 19.05.2026 | 19.00 Uhr
Reise in ein verschwundenes Land
Alfred Roesler-Kleint liest aus seinem Roman "Pfefferminzhimmel"

Buchcover Pfefferminzhimmel © Alfred Roesler-Kleint
Die
Bibliothek Wilnsdorf lädt zu einer Lesung mit Alfred Roesler ein. Der Autor, der 1949 als „Wilnsdorfer Jong“ geboren wurde, kam in den 1950er Jahren nach Ost-Berlin. Dort spielt auch sein erster Roman „Pfefferminzhimmel“, der zu einer Reise in ein verschwundenes Land einlädt. Keine schwermütige Abrechnung, sondern eine Liebesgeschichte, die sich nur dort und dann zutragen konnte, wo Freiheit die Freiheit der Gefühle war und alles anders kam, als man dachte. Das Leben in Ost-Berlin prägte den Weg von Alfred Roesler-Kleint maßgeblich. Er arbeitete als Kulturredakteur beim DDR-Fernsehen, geriet aber mit Vorgesetzten und der staatlichen Zensur in Konflikt. Als Abtrünniger schlug er sich mit Texten unter Pseudonymen durch. So steuerte er auch eine Rede zur Alexanderplatz-Demonstration am 4. November 1989 bei, die von Tobias Langhoff vorgetragen wurde. Seit mehreren Jahren widmet er sich ausschließlich der freien Schriftstellerei und schreibt Drehbücher (u. a. für die ARD-Reihe „Usedom-Krimi“), Gedichte und Songtexte (für die Band „City“). 2026 legt er schließlich seinen ersten Roman vor. Zum Inhalt: Ostberlin in den achtziger Jahren. Eigentlich sucht Charlotte nur einen Unterschlupf, um ungestört mit ihrem Freund aus Westberlin zu schlafen. Abhauen und nach drüben gehen kommt für sie nicht infrage. Ihre Exitstrategie sieht anders aus. Charlotte will nicht alt werden, höchstens dreißig. Live fast, love hard, die young. Bloß nicht fest binden. Schon gar nicht an einen, der seinem gewesenen Glück nachhängt. Doch ausgerechnet bei so einem ist ein Zimmer frei. Der Eintritt ist frei (Spenden willkommen).
Museum Wilnsdorf, Rathausstr. 9, Wilnsdorf
02739/802-200
Mittwoch | 27.05.2026 | 18.00 Uhr
Salon Diagonal
Spinnen, Schmieden, Machen – Wie junge Kultur eine Region verändert

Salon Diagonal © enter Kulturregion
Was macht eine Stadt oder Region wirklich attraktiv? Neben Wohnraum, Arbeit, Natur und Mobilität ist ein Faktor entscheidend: die Möglichkeit, vor Ort selbst etwas zu bewegen. Mitgestalten zu können, verändert den Blick auf den eigenen Lebensort – und macht ihn lebendig. Gerade Städte mit Transformationspotenzial wie Siegen können daraus eine besondere Stärke entwickeln. Im nächsten Salon Diagonal – Zukunft geht gemeinsam sprechen wir darüber, wie junge Menschen stärker eingebunden werden können – und welche neuen Allianzen es dafür braucht. Zu Gast ist Kristin Eubling von enter – Junge Kulturregion Chemnitz. Das Programm zeigt, wie Jugendbeteiligung und Kultur zusammengedacht werden können. Gemeinsam mit jungen Menschen entstehen bis 2029 zahlreiche Kunst- und Kulturprojekte in Chemnitz und der Region. Der Ansatz ist klar: zuhören, hingehen, Räume öffnen. Bestehende Kulturorte werden gestärkt, Schulen und Initiativen einbezogen und neue Partnerschaften in Europa aufgebaut. So entstehen Netzwerke, die junge Perspektiven sichtbar machen und langfristig verankern. Wie kann junge Kultur unsere Regionen verändern – und was braucht es, damit mehr Menschen vor Ort mitgestalten können?
fusion lab · Stadt- und Regionallabor Siegen, Sandstraße 22a, Siegen
+49 (0) 15225875882


Veranstalter:
Fusion Lab, Stadt - und Regionallabor Siegen
Veranstaltungs-ID: 62972
Freitag | 29.05.2026 | 19.00 Uhr
„Das Forsthaus“: Krimilesung im Museum Wilnsdorf

© Marika Neitz
Im Rahmen der neuen „Sherlock Holmes“-Sonderausstellung im
Museum Wilnsdorf lädt die
Bibliothek Wilnsdorf ein zur Krimilesung. Dann wird Marika Neitz aus ihrem ersten Kriminalroman „Das Forsthaus“ lesen. Besser bekannt ist sie vielen als Sonja Roos, die schon viele Bücher geschrieben hat, die u.a. im Westerwald spielen. Nun hat sie unter dem Pseudonym Marika Neitz auch einen ersten Krimi veröffentlicht, der die Besucherinnen und Besucher der Lesung garantiert fesseln wird.
Museum Wilnsdorf, Rathausstr. 9, Wilnsdorf
02739 802-212