Sonntag | 17.05.2026 | 13.00 und 18.00 Uhr
Wir spinnen Stroh zu Gold (?)
Technikmuseum Freudenberg
„Ach wie gut das niemand weiß das sich Rumpelstilzchen heiß“. Wer kennt nicht das Märchen der Gebrüder Grimm, in dem ein Mädchen Stroh zu Gold spinnen soll, weil der Vater gegenüber dem König geprahlt hatte. Die Spinngruppe im
Technikmuseum Freudenberg will am kommenden Sonntag gar nicht erst versuchen, aus Stroh Gold zu spinnen. Aber sie hat sich vorgenommen, echten Flachs zu verspinnen. Wir können heute kaum noch erahnen, welche große Bedeutung der Flachs, auch Leinen genannt, in den vergangenen Jahrhunderten hatte, bis Baumwolle und Kunststoffasern sie bei der Herstellung von Kleidung ablösten. Doch die gewöhnliche Kleidung bestand damals aus Leinen, angebaut, verarbeitet, gesponnen und gewebt von der ländlichen Bevölkerung Die Spinngruppe und die Webgruppe des Technikmuseums gestalten in dieser Saison gemeinsam ein Projekt, das sich mit dem Thema Flachs beschäftigt. Von der Aussaat, über das Verspinnen bis hin zum Verweben des Lein, wie der Flachs auch genannt wird, werden alle Schritte dem Besucher vorgeführt und erläutert.
Technikmuseum Freudenberg, Olper Straße 5a, Freudenberg
0178 160 5480
Sonntag | 17.05.2026 | 14.00 - 17.00 Uhr
Ausstellung mit Werken von Victor Lau

Victor Lau
Für seine Präsentation in der Freudenberger Altstadt hat Lau den Titel „Paradoxien und anderes“ gewählt. Er empfindet es als nur scheinbar widersprüchlich, gegenständliche Motive zu malen, ohne sie realistisch darzustellen. "Manche Bilder basieren auf Träumen, die ich dann umgesetzt habe", erklärt der Künstler und stellt die Frage: "Wo liegt die Grenze zwischen Traum und Realität?" So entstehen unter seiner Hand Werke, die häufig surrealistischen Züge tragen – sowohl im Motiv als auch im Stil. In seinen Ölgemälden setzt er sich gekonnt mit aktuellen Themen auseinander. „Mit Putins Angriffskrieg sind alle Illusionen auf ‚ewigen Frieden‘ geplatzt“, erklärt Victor Lau einige seiner politischen Werke. „Spezialoperation“ betitelt er ein Bild mit Putin, ein anderes, angelehnt an den James-Bond Film-Titel, „From Russia with Love“. Nur vermeintlich steht darin die Friedenstaube im Mittelpunkt, die Patronen am Boden zeigen die wahre Natur. Der 60-jährige Lau ist in Kasachstan geboren, lebte einige Jahre in Kirgistan und in Moldau, was seine Sensibilität für diese Thematik erklärt. Er gehört zudem zu jenen Mitgliedern des Bundes Bildender Künstler (BBK), die sich speziell mit Motiven dem Thema „Menschenrechte“ widmen. Symbolhaft zur Umweltsituation sind es beispielsweise Pinguine, die auf einer Eisscholle die untergehende Titanic miterleben. Die Ausstellung in Freudenberg zeigt Werke aus verschiedenen Zeitabschnitten und verdeutlicht die vielfältigen Leitideen seines Schaffens – von Porträts bis zu spirituellen Motiven. Einige Gemälde spiegeln besonders seine Zeit in Worpswede wider. Victor Lau konnte seine Kompositionen schon bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland zeigen. Sein Berufsweg begann bodenständig mit einer Ausbildung als Tischler in Kassel. Er besuchte dort die Fachoberschule für Gestaltung. Als Diplom-Kunsttherapeut beendete er sein anschließendes Studium. Sonderführungen sind nach Absprache möglich.
4FACHWERK Mittendrin Museum Freudenberg, Mittelstraße 4-6
02734/7223