Mittwoch | 22.04.2026 | 19 Uhr
Kai Degenhardt
„Zwischen Tellerrand und Horizont“

© Maren Carstensen
Er zählt zu den profiliertesten politischen Liedermachern deutscher Provenienz, der in seiner künstlerischen Arbeit eine klare antifaschistische Haltung einnimmt und dabei selbstverständlich auf das konkret Gesellschaftliche und die darin wirkenden Herrschaftsverhältnisse Bezug nimmt. Kai Degenhardt zeigt auf, dass ein Sich-Abfinden und -Einrichten in den von äußeren und inneren Zeitenwenden geprägten, dabei immer autoritärer, fremdenfeindlicher und brutaler sich ausformenden, deutschen Zuständen keine Option ist. Seine Karriere startete der in Hamburg lebende Musiker Ende der 1980er-Jahre als musikalischer Begleiter und Produzent seines Vaters, dem 2011 verstorbenen Liedermacher Franz Josef Degenhardt. Er hat seitdem acht eigene Alben als Solo-Künstler veröffentlicht. Im Jahr 2023 erschien von ihm im Papyrossa-Verlag: „Wessen Morgen ist der Morgen“ – ein Sachbuch über die Geschichte des Arbeiterlieds. In seinem aktuellen Programm wird Kai Degenhardt nicht nur Stücke des im Frühjahr erscheinenden neuen Albums „Zwischen Tellerrand und Horizont“ spielen. Es werden auch ein paar ältere, solche aus der Liederkiste der linken Bewegung und sicher auch einige Songs aus dem Werk seines Vaters auf der Setliste stehen. Man spürt, dass da einer der ganz wenigen zeitgenössischen Vertreter singt, die in diese Tradition des literarisch anspruchsvollen Chansons gehören, welche mit Namen wie Wedekind, Tucholsky, Georges Brassens, Fabrizio De André und natürlich Franz Josef Degenhardt verbunden ist. „...Kai Degenhardt ist einer der wenigen Liedermacher seiner Generation, der sowohl mit einer klaren politischen Position als auch mit musikalischen Ideen aufwarten kann.“ (Jazzthetik)
Kulturhaus Lÿz, St.-Johann-Str. 18, Siegen
-
Mittwoch | 22.04.2026 | 19.30 Uhr
Der will nicht nur spielen
HG. Butzko

HG. Butzko © Torsten Silz
Die einen sagen so, die anderen sagen so, und der Rest fragt sich: „Ist das wirklich alles?“ Aber anscheinend gilt bei uns nur noch „Schwarz oder Weiss“ und nichts mehr dazwischen. Jung gegen Alt, Stadt gegen Land, West gegen Ost, und immer Kopf gegen Wand. Doch wie gut, dass es HG. Butzko gibt, den Erfinder des Kumpelkabaretts, ausgezeichnet mit allen bedeutenden Kleinkunstpreisen und dauerpräsent in allen Satiresendungen. Ein Mann, ein Stehtisch, eine Meinung! Kein Schnickschnack, kein Gedöns!
Café Basico, Hüttenstr. 30, Kreuztal
+49 (0)2732 51-324