Donnerstag | 12.02.2026 | 17.30 Uhr
Extrawurst

© Veranstaltende
Eigentlich ist es reine Formsache: Heribert (Hape Kerkeling), langjähriger Vorsitzender des Tennisclubs Lengenheide, und sein ehrgeiziger Stellvertreter Matthias (Friedrich Mücke) lassen über die Anschaffung eines Grills für die nächste Vereinsfeier abstimmen. Der hippe Werbetexter Torsten (Christoph Maria Herbst), von Berlin in die Provinz ausgewandert, haut noch einen flotten Spruch raus, damit die dröge Versammlung ein schnelles Ende findet. Da schlägt seine Frau Melanie (Anja Knauer) vor, für ihren Doppelpartner Erol (Fahri Yardim) der das einzige muslimische Mitglied des Vereins ist, einen zweiten Grill zu kaufen. Denn gläubige Muslime dürfen ihre Grillwürste bekanntlich nicht auf einen Rost mit Schweinefleisch legen. Die gut gemeinte Idee führt Satz für Satz zu einem turbulenten Schlagabtausch, bei dem Atheisten und Gläubige, Deutsche und Türken, Gutmenschen und Hardliner frontal aufeinanderprallen. „Eine amüsante, kammerspielartige Satire. Die glänzend besetzten Schauspieler laufen in der vergnüglich-nachdenklichen Satire über schrille Auswüchse der „Political Correctness“ zu Hochform auf.“ (Filmdienst) „Wer wissen will, wie Deutschland wirklich tickt, sollte einmal an einer Vereinssitzung teilnehmen – oder sich eben alternativ „Extrawurst“ ansehen!“ (Filmstarts)
Viktoria Filmtheater Hilchenbach-Dahlbruch, Bernhard-Weiss-Platz 6
02733 61467
Donnerstag | 12.02.2026 | 19.30 Uhr
Sentimental Value

Nach dem Tod ihrer Mutter müssen sich die Schwestern Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas) mit ihrem lange abwesenden Vater Gustav (Stellan Skarsgård), einem Filmregisseur, auseinandersetzen, der nach der Beerdigung plötzlich auftaucht. Gustav möchte seine Tochter Nora für die Hauptrolle in einem autobiografischen Film gewinnen. Als Nora empört ablehnt, engagiert er an ihrer Stelle die Hollywood-Schauspielerin Rachel (Elle Fanning). Der neue Film von Regisseur Joachim Trier verwebt „Trauer und Familienkonflikt zu einem vielschichtigen Drama, in dem Realität, Theater und Film immer wieder ineinander übergehen.“ (Filmdienst) „Eine Tragikomödie, die die therapeutischen Möglichkeiten der Kunst ausleuchtet, vor allem aber dann überzeugt, wenn sie sich ganz auf die Dynamik zwischen Tochter und Vater konzentriert.“ (Filmstarts) „Sentimental Value“ wurde mit dem Großen Preis der Filmfestspiele Cannes 2025 sowie sechs Europäischen Filmpreisen 2026 (u.a. Bester Film) ausgezeichnet und ist für neun Oscars nominiert!
Viktoria Filmtheater Hilchenbach-Dahlbruch, Bernhard-Weiss-Platz 6
02733 61467

© Bruno Obermann
09.02.2026 bis 13.03.2026
Mo., Di., Mi., Fr. 09.00 - 16.00 Uhr, Do. 09.00 - 18.00 Uhr
Bruno Obermann Malerei - Dazwischen der Zweifel
Der Kunsthistoriker Dr. Helmut Orpel aus Mannheim analysiert Obermanns Kunst wie folgt: Obermanns Malerei bewegt sich in einem Feld zwischen Figuration und Informel. Auf den ersten Eindruck wirken diese Arbeiten figurativ. In vielen meint man Köpfe zu erkennen. Der Kopf ist für ihn wie eine Metapher, ein Spiegelbild. Aber der Kopf im Werk von Obermann existiert gleichsam in Innen und in Außensicht. Er ist Form, in sich abgeschlossen. Gleichzeitig aber auch Unform, offen. Ort der Gedanken, Träume, Fantasien, denn bei näherer Betrachtung scheinen sich diese Figuren in Landschaften aufzulösen. Bildräume entstehen, die sich in die Tiefe hinein fortentwickeln. Bewegung im Bild darzustellen, ist Obermann erklärtermaßen ein Anliegen. Konkret bedeutet dies die Auflösung der Statik, wie sie einer allzu klar definierten Zeichnung von Natur aus anhaftet. Insofern dominiert bei Obermanns Malerei das Kolorit, das freie Spiel der Kräfte, das sich aus der Wechselbeziehung von Farbe, stofflicher Substanz und Form ergibt. Die Malerei entwickelt sich sowohl in der Fläche als auch aus der Tiefe heraus. Was sich dem ersten Blick offenbart, erscheint dabei als die Spitze des Eisbergs. Lasierend aufgetragene Farbschichten überlagern sich, allerdings oft nicht deckungsgleich wie bei den alten Meistern. Bewusst werden Partien offengelassen. Auch malt der Maler nicht auf traditionelle Weise vor der Staffelei. Er legt die Leinwände flach auf den Boden, um so auch den Fluss der Farbe besser beeinflussen zu können. Dadurch wird der prozesshafte Charakter jener Werke konstituiert: Bilder erscheinen hier gewissermaßen wie Augenblicksaufnahmen des Malvorgangs und stehen im Spannungsverhältnis zwischen Werden und Vergehen. Mit seinen Arbeiten huldigt Obermann einer Ästhetik der Metamorphosen.

Sparkassen-Galerie Olpe-Drolshagen-Wenden, Westfälische Straße 9, Olpe
02761/8980