KulturPur 25 – Eine Bilanz

Wachtveitl SuttnerZwei Tage nach KulturPur25 zog Festivaleiter Wolfgang Suttner in einem Interview mit der Siegener Zeitung Bilanz:

Siegener Zeitung: Wie war er denn aus Ihrer Sicht, der 25. Geburtstag von KulturPur? Was hat Ihnen am besten gefallen? Was hat Sie überrascht? Über welche Gäste haben Sie sich am meisten gefreut?
Wolfgang Suttner: „Der Verlauf unseres 25. Geburtstages hat mir sehr gefallen. Wir konnten unsere Programmphilosophie, die da heißt: ,Tanztheater, Pop alt und neu, Klassik und Kabarett‘, mit jeweils Spitzenpositionen besetzen. Der Auftritt von Christoph Maria Herbst, der auch noch Grippe hatte, hat mich völlig überrascht. Ein Mann auf der Bühne und ein volles Zelt. Er hat das Publikum mit der Bewegung eines kleinen Fingers geführt, war schauspielerisch präzise und so sehr deutlich in der satirischen Überhöhung. Das ist bei einem solchen Thema wichtig. Gefreut habe ich mich über den Auftritt von Willy Astor, dessen Sprachkunst ich persönlich sehr schätze.“

Hat es sich bewährt, das Jubiläums-Festival auf sieben Tage zu strecken?

„Ja, es hat sich bewährt, das Festival zu verlängern. Leider war trotzdem kein Abendtermin verfügbar, um das sehr schnell ausverkaufte Philharmonie-Konzert zu wiederholen. Vielleicht machen wir das 2016.“

Wo gab es besondere Herausforderungen?

„Die Technik für Bühne, Licht, Ton und Medien hatte diesmal besondere Herausforderungen. Für Mayumana musste die Bühnenhöhe vergrößert werden. Was wir dort auf die grüne Heide stellen, hat Opernhaus-Format. Ein dickes Lob an unsere 140 Mitarbeiter und Organisationsleiter Jens von Heyden sowie den Technikleiter Thomas Golücke. Nicht zu vergessen die wichtigen Kollegen von Feuerwehr, Polizei und DRK.“

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Wie zufrieden waren Sie mit dem neuen Gastronomie-Konzept? Wie haben die Besucher darauf reagiert?

„Das Gastronomiekonzept rief viel Begeisterung hervor. Auch ist es angenehm, viel mehr Sitzflächen zu haben. Es wird sich zeigen, ob die Anbieter der besonderen Spezialitäten mit ihrem Umsatz zufrieden waren. Unsere Besucher sind nicht so sehr experimentierfreudig.“

Was hat Ihnen – im übertragenen Sinne – nicht so geschmeckt?

„Nicht geschmeckt hat mir, dass das Publikum uns in konzentrierter Aktion am Sonntag quasi überrannt hat. Wir bieten das Platzprogramm auch am Samstag an, und wer da gekommen ist, hatte auch weniger Wartezeit an den Attraktionen – und der Toilette.“
Wie war die Verkehrssituation – gerade angesichts der Baustelle an der B 62? Hatten Sie den Eindruck, dass Busse und Bahnen noch stärker als sonst genutzt werden?
„Durch die Konzentration der Besucher am Sonntag gab es sehr lange Schlangen an der Baustelle. Vielleicht verteilt es sich nächstes Jahr wieder besser. Busse und Bahnen werden von jeher von mehr als 50 Prozent der Besucher genutzt. Leider hat die Wagenkapazität der Rothaarbahn am Sonntag nicht ausgereicht.“

Wen würden Sie im nächsten Jahr gern zum Feste laden?

„Im nächsten Jahr einladen würden wir gerne: Marlon Rudette, Joan Baez, George Ezra und die Produktion ,Der Watzmann ruft‘. Das sind erstmal nur Pläne, eine Sicherheit über das Funktionieren von Engagements haben wir, wie immer, erst im November.“

Wie oft werden Sie das Festival noch leiten?

„Ich bin noch ein- oder zweimal dabei, danach sitze ich auf dem Gillerbergturm und schaue mir alles mit dem Fernglas an.“

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