KulturPur 2004
Die LateNightShow am Freitag, 28. Mai 2004

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KulturPur 2004 / 27. bis 31. MAi
 

 

 

 

23 Uhr, Kleines Zelttheater LATENIGHT

 

Tim Fischer, Foto: Frank DariusTim Fischer singt Kreisler
Ich hab’ des Pudels Kern entkernt

Die bissigen Texte des Kabarettisten und Chansonschreibers Georg Kreisler, des „Wieners wider Willen“, sind längst Legende. „Jetzt, da Georg Kreisler seine Abschiedstournee gegeben hat, fühle ich mich aufgerufen, die Fackel der kultivierten Boshaftigkeit zu übernehmen“, sagt Tim Fischer. Nicht wenige Hits seines Genres hat Kreisler, der Tonmeister des schwarzen Humors, aufs Notenblatt gebracht: „Tauben vergiften im Park“, „Zwei alte Tanten tanzen Tango“ oder „Als der Zirkus in Flammen stand“ gehören zu den Paradestücken des Musikers. Was Kreisler vor 15 Jahren schaffte, die größten Säle zu füllen, gelingt jetzt dem „schönsten Mann“ der deutschen Unterhaltungsbühnen, Tim Fischer.
Mit winzigem Stirnrunzeln, kaum merklich kokettem Augenaufschlag schmeckt er zwar den Klangfarben des Schmäh-Spezialisten Kreisler zwischen melancholisch und bitterböse nach. Doch Fischer geht weiter. Er präsentiert ihn nicht nur als modernen Klassiker, sondern hat auch das Aggressive an ihm entdeckt. Er zeigt, „was herauskommt, wenn man Kreislers Wiener Melange auslöffelt“. (Süddeutsche Zeitung)
Deutschlands extravagantester Chansonnier singt Kreisler überzeugend, weil er ihm seelenverwandt ist. Er, der mit 16 Jahren auf der Behelfsbühne eines Oldenburger Bistros Zarah Leander interpretierte und sich über Hamburg und Berlin vom Geheimtipp bis auf den Chanson-Olymp emporkatapultierte. Fischer singt inzwischen auf den Bühnen der großen Staats- und Stadttheater, tourte durch Frankreich und den Nahen Osten und gastierte in den USA. Im Kinostreifen „Deux“ spielte er an der Seite von Isabelle Huppert die Rolle der Josephine Baker. Sein schauspielerisches Können gibt den Liedern den letzten bitterbösen Schliff.
Tim Fischer, Foto: Frank DariusPelz und Pomp der vergangenen Jahre hat die androgyne Lichtgestalt längst abgelegt. Das hindert ihn aber nicht im Geringsten daran, wie ein Chamäleon munter zwischen den Geschlechtern hin und her zu springen: Mal ist er der gehörnte Ehemann, mal die Diva. Den sarkastischen Everblacks von Kreisler mischt er eine feine Brise Ironie bei. Er ist ein Wortakrobat, jongliert mit Dialekten, wechselt vom Wienerischen ins Hochdeutsche und rollt das „r“ gestochen scharf. Kurzum, er präsentiert die Kreisler-Preziosen „mit volltönender, von verhaltener Erotik vibrierender Stimme“. (Kölner Stadtanzeiger). Den Erfolg seines Programms verdankt er auch seinen Begleitern: Pianist Rüdiger Mühleisen und Geiger Hans Jehle stehen ihm in der LateNightShow auf dem Giller zur Seite.
Ohne übertriebene Theatralik verlässt sich Fischer allein auf die Musik. Das beste Programm, das er je gemacht hat.“ (Berliner Zeitung)

www.timfischer.de

 

Tickets: 01805/340341 (bis 25. Mai, 12 Cent/ Min) oder im Internet unter [www.ticketnetz.de]

 


Veranstalter KulturPur 2004:
Kreis Siegen-Wittgenstein / Stadt Siegen / Stadt Kreuztal / Stadt Hilchenbach / Gebrüder-Busch-Kreis / IG Metall Siegen