Stiftung Main dans la Main – Kirchmann für Afrika

Beim Helfen ist Nachhaltigkeit gefragt

Die gemeinnützige Stiftung Main dans la Main, Stiftung Kirchmann für Afrika möchte mit unterschiedlichen Projekten und Initiativen dazu beitragen, dass Hilfe dort ankommt, wo sie dringend benötigt wird. Das vorrangige Anliegen ist es, in der Bevölkerung ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Hilfe in Ländern wie Burkina Faso nur dann wirklich effektiv ist, wenn sie dauerhaft ist. Und wenn sie dauerhaft und nachhaltig dafür sorgt, dass sie für die Betroffenen als Hilfe zur Selbsthilfe anwendbar wird. Außerdem möchten wir die Menschen in unserem Land für die Kultur Afrikas sensibilisieren und so eine Plattform für Verständnis und Solidarität kreieren.
Gesundheit und Bildung stehen im Fokus unseres Engagements. Bei deren Förderung möchten wir besondere Rücksicht auf folgende Aspekte nehmen:

  • die Auseinandersetzung mit Architektur und bildender Kunst sowie mit den Gegebenheiten des afrikanischen Kontinents
  • die Einbeziehung von Forschung und Entwicklung
  • das Verständnis für die afrikanische, insbesondere die westafrikanische Kultur in der deutschen Bevölkerung durch Austausch und Unterstützung von künstlerischen Aktivitäten, Bildung und Schule, Gesundheitswesen, vor allem bei Kindern und Jugendlichen.

Erwähnenswert ist außerdem, dass die Stiftung ausnahmslos mit ehrenamtlichen Kräften arbeitet, die keine Ehrenamtsentschädigung erhalten. Dadurch können die Verwaltungskosten niedrig gehalten werden, sie liegen derzeit unter 10 % des „Umsatzes“ der Stiftung, was ebenfalls ein großes Anliegen von Main dans la Main ist.

Zukunftsperspektiven schaffen. In Burkina Faso
Es ist unbestritten, dass z.B. auch in Europa Not herrscht. Doch diese Not ist eine deutlich anders dimensionierte als die in Afrika. Die Not in Afrika ist nicht nur unvergleichlich viel größer, sondern auch in gewissem Sinne gefährlicher. Afrikaner fliehen aus ihrem eigenen Land, um den Missständen dort entkommen zu können. Sie fliehen in meist aussichtslosen Aktionen übers Mittelmeer, um Europa zu erreichen. Das reiche Europa vor Augen, in dem sie Perspektive vermuten, in dem sie ihre Zukunft sehen. Dabei müssen wir alle nur eines begreifen: Auch wenn die verzweifelten Versuche, der Not in Afrika zu entkommen, noch so verständlich sind – es ist keine Hilfe, wenn wir Afrika nach Europa verlagern. Weder für die Afrikaner, noch für die Europäer. Im Gegenteil müssen wir den Afrikanern eine Perspektive in ihrem eigenen Land schaffen. Hand in Hand. Ein funktionierendes Bildungs- und Gesundheitssystem ist einer von vielen wichtigen Aspekten hierfür.

An einem ganz konkreten Beispiel erklärt: Mit der Unterstützung des Krankenhaus-Projekts in Sabou durch Main dans la Main tragen wir dazu bei, dass die Gesundheitsversorgung in dieser Region verbessert wird. Das ist augenscheinlich der Haupteffekt der Hilfe von außen, und das ist gut so. Doch die Hilfe soll noch weitere Kreise ziehen: Es soll auf einen langen Zeitraum eine stabile Mitarbeiterstruktur im Krankenhaus gestaltet werden. Diese Mitarbeiter sollen keine teuren europäischen Fachkräfte sein, sondern Menschen aus der Umgebung, die damit eine Chance erhalten, sich und ihren Familien ein solides Einkommen zu sichern. Sie könnten sich in dieser Region nahe an ihrem Arbeitsplatz eine neue Existenz aufbauen. Nach und nach könnte eine Infrastruktur generiert werden mit dem Erfolg, dass Sabou dann auch endlich an die Stromversorgung angeschlossen wäre. Eine Kettenreaktion im positivsten Sinne.
So ergibt ein Schritt den anderen. Man muss die Schritte nur machen.
Die Stiftung setzt sich ein für

  • Projekte zur Gesundheitsaufklärung und Ernährungsberatung
  • Unterstützung der ärztlichen Versorgung vor allem von kranken und unterernährten Kindern und Jugendlichen
  • Behandlung von Aids-Patienten
  • Unterstützung von Bildungseinrichtungen
  • Vergabe von Forschungsaufträgen im Bereich Gesundheit, Ernährung und Bildung
  • Durchführung von Forschungsprojekten zur Gewinnung netzunabhängiger Energie für Krankenhäuser
  • Förderung künstlerischer Projekte und Tätigkeiten
Veröffentlicht unter MASQUE - Kunstprojekt aus Burkina Faso | [permalink] |

Kommentar schreiben:

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*