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LOCATION:Friedrich-Schadeberg-Hörsaal | Uni Siegen  | Unteres Schloss 3 | 57072 Siegen
SUMMARY:Bin Mensch nicht auch ich? zugehörig - ausgegrenzt - verfolgt | Eröffnung der neuen Dauerausstellung
DESCRIPTION:Der Titel fokussiert die zentrale existenzielle Frage der Ausstellung nach dem Menschsein, der Menschenwürde, die gerade im 20. Jahrhundert mit dem "Zivilisationsbruch" Holocaust bis heute kaum verstehbar ist. Entlang exemplarischer Leitbiografien thematisiert die Ausstellung den Umgang der "deutschen" Mehrheitsgesellschaft mit der jüdischen Minderheit und weiterer gesellschaftlicher Randgruppen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert bis zum Ende der nationalsozialistischen Diktatur. Die Geschichte des authentischen Ortes der ehemaligen Synagoge in Siegen bildet dabei analog zu den Menschen mit Namen und Gesicht die Grundstruktur der Ausstellung, die ganz bewusst nach Handlungsspielräumen aller in der Zeit des Nationalsozialismus fragt. Sie verweist auf Anreize zum Mitmachen und auf Möglichkeiten zu profitieren, durch die die nationalsozialistische Herrschaft an Attraktivität gewann. Die Ausstellung dokumentiert am Beispiel Siegens die stetige Radikalisierung der nationalsozialistischen Ausgrenzungspraktiken aus der Bevölkerung und aus lebensweltlichen Strukturen. Die so angebotene Auseinandersetzung mit der lokalen NS-Vergangenheit entfaltet im Schlussteil der Ausstellung lokale Erinnerungsarbeit und -praxis seit 1945 bis heute, um überzeitige Fragen nach einer "Zukunft der Erinnerung" angesichts aktueller Krisen der Demokratie aufzuwerfen: Was meint Menschsein damals und heute? Wo stehe ich? Diese Fragen bilden den gegenwartsbezogenen Schlussimpuls der Ausstellung. Die von Dr. Jens Aspelmeier (geschäftsführender Vorstand) und Klaus-Michael Guse (Vorstand) kuratierte Ausstellung wurde zusammen mit dem erweiterten Vorstandsteam und in intensiver Zusammenarbeit mit zwei Hamburger Ausstellungsbüros (drej GbR Szenografie und Design und gwf-ausstellungen konzept & design) sowie Handwerksbetrieben aus der Region umgesetzt. Die Ausstellung wurde gefördert mit Mitteln des Landkreises Siegen-Wittgensteins, der Stadt Siegen, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und der NRW-Stiftung. | Info: 0271 23834083 | https://www.siwitermine.de/63268 
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