Rückblick: KulturPur 2005
auf dem Giller bei Hilchenbach-Lützel

Das Resümee KulturPur 2005

 

Tangorausch und Höhlenmenschen in atmosphärischen Zelttheatern
In strömendem Regen und Sonnenschein kamen 43.000 zu KulturPur

Siegen/Hilchenbach. Sonne ohne Ende und wunderbarer blauer Himmel: So startete KulturPur am Donnerstag gegen 18 Uhr. Unter einem gigantischen Sternenhimmel fand im großen Zelttheater dann die umjubelte Weltpremiere des Sinfonic Tango Projekts mit der Philharmonie Südwestfalen und dem uruguayischen Bandoneonisten Raul Jaurena statt. Das Hoch Petra zeigte sich von seiner besten Seite.

Einen Tag später schlug der Wettergott erbarmungslos zu: Dauerregen pur von Samstagmorgen bis Sonntagabend ließ die KulturPur-Crew zwar nicht organisatorisch resignieren, doch feuchte Nebel und Kälte wirkten sich auf die Besucherzahlen aus und ließen die Stimmung sinken.

In den großen Zelten konnten trotzdem alle Nachmittagsprogramme stattfinden und sogar das Hilchenbacher Hoftheater spielte sein neues Stück „Wie die Frauen den Krieg gewannen“ vor vollbesetzten Stuhlreihen open air unter Regenschirmen. Festivalleiter Wolfgang Suttner hat zum Wetter eine spezielle Philosophie: „Von Anfang an war die intensive Naturnähe das typische Stimulans große Kultur vielen Menschen nahe zu bringen. Unsere üppige und ungemein schöne Mittelgebirgsnatur braucht genau diesen Regen und so können wir unser Konzept nur dann glaubhaft praktizieren, wenn wir die Natur in ihrer Unmittelbarkeit akzeptieren.“ Am Pfingstmontag strömten bei schönstem Wetter 15.000 auf die Ginsberger Heide und in den Liederwald, doch am Samstag und Sonntag fehlten große Teile des sonst gewohnten Platzpublikums. Insgesamt fanden ca. 43.000 den Weg auf die grüne Gillerhöhe. Organisationsleiter Georg Klein erinnert daran, dass wegen des Wetterunbills von vornherein die wunderschönen weißen italienischen Theaterzelte zum Wahrzeichen von KulturPur wurden. Festival-Mitveranstalter Michael Townsend streicht heraus, dass es ein besonders gelungener inhaltlicher Schachzug war, mit der Caveman-Produktion eine, an mehreren Abenden gespielte Theaterebene einzuziehen. „Hiermit konnten wir“, so Townsend, „den Ruf von KulturPur als Theaterfestival wahren. Wir sollten im nächsten Jahr wieder mit einer Produktion in das große Theaterzelt gehen.“

Mit dem Tourneestart von Marianne Faithfull wurde eine facettenreiche Persönlichkeit in einem spannenden Konzert präsentiert, die nachher zu vielen Diskussionen herausforderte. "KulturPur hat", so Programm-Mitgestalter Hartmut Kriems, "ein interessiertes und qualitätsbewusstes Publikum." Es gibt immer wieder Diskussionen um Programmpunkte und Präsentationsformen doch eins ist sicher und wird den Veranstaltern und Teammitarbeitern jeden Tag vielfach bestätigt: KulturPur ist in den Herzen und den Köpfen der Menschen tief verankert und ist ein Kultur-Volksfest geworden, das breite Schichten vollkommen schwellenlos zum Kulturgenuss bringt.

 

 

Sponsoren:

 

 

 

 

Kooperationen:

 

Festival-Verbund DieDreiUnter dem Motto "DIE DREI" werden die Festivals KulturPur in Siegen-Wittgenstein, TanzRäume in Hagen und das Jazz + Blues-Festival Balver Höhle in Balve  gemeinsam beworben. 
"DIE DREI" wird unterstützt vom Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Infos zu Festivals in Hagen und Balve werden nach Festlegung des Programms auf den Internet-Sites der jeweiligen Stadt vorgestellt.

 

Grundinfos:

 

Programmgestaltung: 
• Wolfgang Suttner, Festivalleiter, Kulturreferent des Kreises Siegen-Wittgenstein • Georg Klein, stellv. Festivalleiter, Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein • Michael Townsend, stellv. Festivalleiter, Kulturreferent der Stadt Kreuztal • Hartmut Kriems, Geschäftsführer des Gebr.-Busch-Kreises e.V. • Jörg Weigand, Gewerkschaftssekretär der IG-Metall Siegen
Veranstalter: 
Kreis Siegen-Wittgenstein
/ Stadt Siegen / Stadt Kreuztal / Stadt Hilchenbach / Gebrüder-Busch-Kreis / IG Metall Siegen