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vom 28.04.1999
McCartney
ist auch als Maler ein Perfektionist
München (AP)
Paul McCartney überläßt bei seiner ersten
Gemäldeausstellung, die am Wochenende in Siegen
eröffnet wird, nichts dem Zufall. Der Exbeatle habe die
Schau am Dienstag im Kunstforum Lyz persönlich
vorbesichtigt und dabei noch einige Umgestaltungen
veranlaßt, sagte eine Sprecherin des Kulturbüros des
Kreises Siegen-Wittgenstein am Mittwoch. Anschließend
sei er wieder nach London zurückgeflogen. Vor dem
Ausstellungsgebäude hätten schon frühmorgens Vertreter
der örtlichen Presse gewartet, um einen Blick auf den
Star zu erhaschen.
Die Ausstellung wird am Freitag abend in Siegen vor
geladenen Gästen eröffnet und ist ab 1. Mai bis Ende
Juli für die Öffentlichkeit zugänglich. Der
Illustrierten «Bunte» sagte McCartney, er wolle nicht
als Prominentenmaler gesehen werden. Seine Bilder sollten
für sich sprechen. Weil es ihn störe, daß die meisten
Leute bei seinen Gemälden sofort die Beatles
assoziierten, habe er jahrelang nur so vor sich hin
gemalt. Schließlich habe er aber doch ein bißchen
Feedback gewollt.
Er habe lange das Gefühl gehabt, daß man nur mit
entsprechender Ausbildung malen dürfte und sich John
Lennon unterlegen gefühlt, der eine Kunsthochschule
besucht hatte. Mit 40 habe er diese Blockade jedoch
überwunden. Er male jetzt seit 17 Jahren und finde es
herrlich. «Was mir das Malen gibt, ist dem sehr
ähnlich, was mir die Musik gibt», sagte er der
«Bunte». «Das ist wie Therapie. Ich kann meine
Gefühle da reinlegen.»
Ende##
AP/el/fh/
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