Wasserrad Langenholdinghausen


  • Besucheranschrift Wasserrad Langenholdinghausen, Holdinghauser Str., 57078 Siegen
  • Rainer Rosenthal, Holzklaustr. 20, 57078 Siegen  | Tel.: 0271/86691
  • Traeger Heimatverein Langenholdinghausen e.V.

Öffnungszeiten: Besichtigung ständig möglich. Es handelt sich um ein unterschlächtiges Stahlwasserrad mit 3,52 PS Leistung. Das Wasserrad trieb seit 1908 die Maschinen einer Schreinerei an.
Als Lehngut von Kloster und Stift Keppel wird der Hof "Kolwe" in Langenholdinghausen in einer Urkunde von 1277 erstmals erwähnt. Er gehörte einst zu Niederholdinghausen, ebenso wie die Langenholdinghauser Mühle, die erstmals 1496 erwähnt wurde. Sie war eine landesherrliche Bannmühle, in der die Bauern Langenholdinghausens und der umliegenden Ortschaften das Getreide mahlen lassen mussten. Eine weitere Hofstelle, die 1571 ebenfalls als Keppelisches Erblehen Erwähnung findet, war im "Oberdorf" gelegen. Das "Oberdorf" entwickelte sich im 15. Jahrhundert zum Siedlungsschwerpunkt des Ortes, das älteste, heute noch genutzte Wohnhaus wurde im Jahre 1660 gebaut. Vier Jahre später wurde die Kapellenschule von Langenholdinghausen errichtet, die bis zum Jahre 1929 ihren Dienst versah. Im Jahre 1563 wurden im Dorf 119 Einwohner gezählt, bis 1900 erhöhte sich die Einwohnerzahl auf 284. Im Vergleich zu anderen Ortschaften des Siegerlandes ist das relativ geringe Bevölkerungswachstum ein Indiz für die gleich bleibend starke Bedeutung der landwirtschaftlichen Erwerbsstruktur. Im Jahre 1907 ließ der Schreinermeister Jakob Hinkel am Ortseingang einen Dorfteich anlegen, um mit dem aufgestauten Wasser ein Wasserrad anzutreiben. Das unterschlächtige Wasserrad in Langenholdinghausen wurde im Jahre 1908 nach Art des "Züppinger Wasserrades" gebaut. Es hat eine Leistung von 3,5 PS und diente seinem Besitzer Jakob Hinkel zum Antrieb der Maschinen seiner Schreinerei. (Dieter Pfau in: "Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein").


Siehe auch:
Medien / Publikationen: Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein
Bildung / Wissenschaft / Schulen / Hilchenbach: Gymnasium Stift Keppel

© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet • KHB 1984.HTM / 01.07.2013 |