Heimatstube Oberes Johannland


  • Heimatstube Oberes Johannland Karl-Heinz Ley, Glockenstr. 20, 57250 Netphen  | Tel.: 02737/9513  | Fax.: 02737/97765
  • Siegmar Witt, Schimmelfederweg 4, 57250 Netphen  | Tel.: 02737/91142
  • Besucheranschrift:, Glockenstr. 19, 57250 Netphen-Irmgarteichen

Öffnungszeiten: jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr oder nach Anmeldung. Eintritt frei.
Bisherige

Ausstellungen:

"Pferdekummet", "Wasserburg Hainchen", "Aquarelle", Puppenkrippen.
Die Heimatstube Oberes Johannland ist in der früheren katholischen Volksschule von Irmgarteichen eingerichtet worden. In den Räumen des 1928 errichteten Gebäudes werden über 2.200 Ausstellungsstücke gezeigt, die das Leben vergangener Zeiten im Oberen Johannland dokumentieren. Im Keller ist eine originale Schusterwerkstatt eingerichtet worden, weitere Kellerräume dienen zur Ausstellung landwirtschaftlicher Geräte. Im Bereich der bäuerlichen Alltagskultur sind eine Küche und eine bäuerliche Schlafstube ausgestellt, auf dem Dachboden wurde ein alter Stammtisch aus der dörflichen Gastwirtschaft zusammengestellt. Zahlreiche Ausstellungsstücke bäuerlicher Alltagskultur sind in den Räumen der Heimatstube verteilt, einzelne Themenbereiche werden in Sonderausstellungen (Weihnachtskrippen, Pferde- und Viehkummets, Gegenstände des Wiegens und Messens) ausführlicher dargestellt. Weiterer Sammlungsschwerpunkt sind technische Geräte: Schreibmaschinen und Rechenmaschinen, Nähmaschinen, alte Radiogeräte und Grammophone, ein alter Fernschreiber. Die Fotosammlung der Heimatstube enthält über 700 Fotografien des ehemaligen Volksschullehrers Siedhoff aus der Zeit von 1924 bis in die 60er Jahre, deren Negative nur auf Glasplatten erhalten sind. Aus der Dokumentensammlung hervorzuheben sind die fast 100 Jahrgänge der im Ruhrgebiet herausgegebenen Berg- und Hüttenmännischen Zeitschrift "Glück Auf" aus der Zeit von 1898 bis 1997. Besondere und zugleich makabere Glanzstücke der Ausstellung in der Heimatstube Oberes Johannland sind zwei mumifizierte, verlederte Katzenkadaver, die bei Bauarbeiten in alten Häusern in Irmgarteichen und Salchendorf gefunden wurden. Sie sind Zeugen der Zeit des Hexenwahns im 16. und 17. Jahrhundert: Die Katzen wurden bei lebendigem Leib im äußersten Gebäude des Dorfes eingemauert, um mit ihrem Geschrei böse Geister und Hexen fern zu halten. (Dieter Pfau in: "Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein").


Siehe auch:
Medien / Publikationen: Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein
Museen / Kulturdenkmäler: Wasserburg Hainchen

© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet • KHB 497.HTM / 12.07.2005 |