Heimatstube Buchen-Sohlbach


  • Hausanschrift: Heimatstube Buchen-Sohlbach, Im Gensterfeld 16, 57078 Buchen-Sohlbach
  • Träger: Heimatverein Buchen-Sohlbach
  • Kontakt: Ilka Haas, Gutenbergstr. 97a, 57078 Siegen-Sohlbach  | Mail: info@buchen-sohlbach.de

Öffnungszeiten: nach Vereinbarung. Eintritt frei. Vorgestellt in "Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein".
In der Schatzungsliste der Rentei Siegen von 1461 werden die beiden Dörfer im Sohlbachtal erstmals erwähnt. Anfangs lebten in Buchen und Sohlbach jeweils nur zwei Familien auf zwei Höfen. Diese mittelalterlichen Hofstellen der beiden Dörfer wurden zunächst jeweils als Oberer Hof und Unterer Hof bezeichnet. Als Lehnhöfe befanden sie sich im Besitz des Adelsgeschlechtes von der Hees, die ihren Herrschaftssitz im benachbarten Heestal zunächst in der alten Burg, dem "Unterhaus", und später auch in der neuen Burg, dem "Oberhaus" und späteren Schloss Junkernhees hatten. Bis kurz vor Ende des 18. Jahrhunderts hatte sich die Einwohnerzahl von Buchen und Sohlbach in vier bzw. fünf Familien mit vier bis fünf Häusern auf 33 bzw. 36 erhöht. Land- und Viehwirtschaft bildeten neben der intensiv betriebenen Haubergswirtschaft die Haupternährungszweige. Zunächst hatte jeder Hof seine eigene Haubergs- und Holz-Schlagordnung. Ausgehend vom Haubergsbesitz der alten Höfe wurden im 19. Jahrhundert in Buchen zwei und in Sohlbach drei Haubergsgenossenschaften gegründet. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts hatte Buchen seine ausschließlich landwirtschaftliche Struktur bewahrt, während im direkt an die Industriegemeinde Klafeld-Geisweid grenzenden Sohlbach die Zahl der Industriearbeiter die der Landwirte bereits überwog. Eine gemeinsame Entwicklung nahmen beide Dörfer auf religiösem Gebiet. Buchen gehörte immer schon dem Kirchspiel Ferndorf an. Sohlbach war zunächst dem Kirchspiel Siegen zugehörig, kam dann im 16. Jahrhundert ebenfalls zum Kirchspiel Ferndorf. Lange Zeit besuchten die Bewohner von Buchen und Sohlbach - bei gut einstündigem Fußweg - die Pfarrkirche in Ferndorf. Nach der Errichtung einer Kapellenschule in Buschhütten (1692) verringerte sich diese Belastung ein wenig. Im 19. Jahrhundert wurden die Gottesdienste vereinzelt auch in der im Jahre 1821 erbauten Dorfschule von Sohlbach abgehalten. 1955 wurde dann in Buschhütten die evangelische Kirche eingeweiht, vier Jahre zuvor war die Kapelle in Sohlbach gebaut worden. Sie diente als zweite Predigtstelle der Kirchengemeinde Buschhütten und wurde auch als Schule genutzt. Der bekannteste Bürger Sohlbachs ist der am 22. Februar 1820 geb.e Maler Jakob Scheiner. Zum prominentesten Sohn von Buchen dürfte wohl "Hollekuse Willäm", ein "Siegerländer Original", gekürt werden können. Eine seiner "Aktivitäten" war die Gründung der "Ongel-Grube" im Jahre 1904, auf der anfangs Rindertalg und im Laufe der Zeit weitere, meist kuriose landwirtschaftliche Erzeugnisse "abgebaut" wurden. Damit konnte sich auch Buchen als Bergmannsdorf bezeichnen. In der als Bürgerhaus eingerichteten ehemaligen Kapelle von Sohlbach befindet sich die Heimatstube, in der Exponate aus Land- und Haubergswirtschaft und zur Dorfgeschichte ausgestellt sind. (Dieter Pfau in: "Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein si


Siehe auch:
Medien / Publikationen: Museen und Heimatstuben Siegerland-Wittgenstein
Brauchtum / Gruppen / Vereine: Heimatverein Buchen-Sohlbach e.V.

© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet • KHB 2735.HTM / 24.02.2017 |