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Daniela Marquardt

Bodypainting, Maskenbildnerei, Skulpturen, Installationen


Adresse Daniela Marquardt, Köpfchenstr. 55, 57072 Siegen Telefon 0177/4228981
Mail Da.Ma@web.de Homepage http://www.po-e-sie.de
BodypaintingVita:
Geb. in Siegen. Beruf: Dipl.-Visagistin und Dipl.-Pädagogin.
Daniela Marquardt beschäftigt sich seit Jahren mit der Kunst des Bodypaintings und konnte u.a. in Afrika Erfahrungen mit der kulturellen Form von Körpermalerei sammeln. Mit dem Hintergrund eines Pädagogik-Studiums absolvierte sie 1995 eine Visagistinnen-Ausbildung bei "Der Maske" in Köln unter der Leitung des Bodypainters Bernd Bauer und der Fotografin Sabine Kühne. Seit 1991 bietet sie Kurse in den Bereichen der Körpermalerei (Bodypainting, Theaterschminken, Kinderschminken und Hennapainting) an. Im März 1994 erste Sammelausstellung mit einem Bodypainting zum Thema "Grenzenloses Europa" in der Galerie "Am Alten Garten", Siegen. Seitdem maskenbildnerische Tätigkeiten am Theater (Hilchenbacher Hoftheater, Drama Statt Siegen, Theater Siegen) und freie Arbeiten mit Bodypainting. Seit Febr. 2000 freie Maskenbildnerin bei WDR, ZDF, DSF sowie Kursangebote im Bereich MakeUp. Seit 2001 Angebot der "atmosphärischen Installation - Po ê Sie".
 
Ausstellungen:
1994 "Grenzenloses Europa", Galerie "Am Alten Garten", Siegen (GA); 2000 "In Bunten Umständen", PNZ Siegen (EA); Kunstwechsel, Alte Landeszentralbank, Siegen (GA); "Die Praxis", Köln (GA); 2001 "Po ê Sie", Installation in der Galerie Haus Seel, Siegen (EA); Bühneninstallation für "Geschlossene Gesellschaft", Dee2, Siegen; "Po ê Sie", Installation, Café-Theater im Bauturm, Köln (EA).
 
Zur Künstlerin:
"Daniela Marquardt greift nach den Sternen. Ausgangspunkt ihrer Installation sind lebende Körpermodelle, mithin ein Hinweis auf die Besonderheit ihres künstlerischen Schaffens. Seit 16 Jahren macht die ausgebildete Visagistin Bodypainting - "Körperkunst" und übt Grenzüberschreitungen in hochästhetischer Form. Zuletzt drapierte sie lebendes Strandgut vor einer Felsmeerkulisse. Davor erregte sie mit Körpermalereien von schwangeren Frauen Aufsehen, deren runde Bäuche sie phantasievoll verrätselte. Nun lässt sie goldene Hintern von der (Himmels-) Decke tanzen - Plastiken dünner, dicker, kleiner, großer, runder, flacher, männlicher und weiblicher Pobacken. An dieser Stelle ein Dank an die bislang anonymen Körpermodelle, deren ein oder andere Anonymität vielleicht im Laufe der Ausstellung verloren gehen wird, weil man/frau in einem großen Rätselraten versucht sein könnte, den eigenen Po unbedingt unter den 34 anderen ausfindig zu machen. Literarische Kostproben, auf transparenten Folien verschriftet, umrahmen die Szenerie. Aber nicht nur die Augen werden umworben, Hörcollagen und Musikuntermalungen runden das Zusammenspiel der Sinne ab." (Eröffnungsrede zur Installation Po ê Sie, Regina Klein)

"Der Malgrund - das hat man selten - atmet. Die leere Leinwand, das weiße Blatt Papier - sie brauchen den Künstler, die Farbe, den Stift, den Pinsel, um zu leben. Die Körpermalerei korrespondiert mit dem Pulsschlag, folgt alten Traditionen. Indianer und Afrikaner kehren Seelenzustände nach außen. Freude, Angst, Krieg, Trauer. Bei Daniela Marquardt, seit 15 Jahren in dem speziellen Genre aktiv, dominiert die Freude. (...) 'In bunten Umständen' ist der Titel der bis Ende April laufenden, ungewöhnlichen Bilder-Schau. Bunte Farben oder eine glänzende Goldbronzeschicht schmücken die Körper werdender Mütter, heißen die kleinen Menschlein genauso auf der Erde willkommen wie die schwarzen Hände auf dem Leib einer Schwangeren. Mit viel Gespür für emotionale Zwischentöne und Ästhetik fängt Daniela Marquardt die spezielle Schönheit schwangerer Frauen ein.
Wie aber auch die anderen Arbeiten - bemalte Gesichter, die schwarz-weiße Tastatur eines Instrumentes auf dem Rücken - drücken die 'In bunten Umständen'-Bilder dem Betrachter keine allgemein gültige Botschaft aufs Auge. Dies machte auch Regina Klein, die in Marquardts Arbeit einführte, deutlich: 'Was die Bilder genau bedeuten, liegt im Urteil des Betrachters.' Oder so gesagt: Die im PNZ gezeigten Bilder sind Startrampen für die Fantasie, Farbattacken in sehr ästhetischer Form gegen den Grauschleier des Alltags. (...) Auch für den Mann ist es nachvollziehbar, dass diese Art der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper für Schwangere eine wichtige Erfahrung sein kann."
(Siegener Zeitung)

Siehe auch:
Bildende Kunst / Galerien: Galerie Am Alten Garten
Theater / Kleinkunst / Theatergruppen: Drama Statt Siegen
Medien / Presse / Magazine: Siegener Zeitung
Bildende Kunst / Galerien: Städtische Galerie Haus Seel
Medien / Rundfunk / Fernsehen: Westdeutscher Rundfunk Studio Siegen
© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet • KHB 2430.HTM / 28.09.2011