Whitson, Bruce
Bratsche
Bruce Whitson, Dallnstr. 35, 57223 Kreuztal
02732/12845
02732/57950
brucewhitson@web.de
Zum Künstler:
Seit 1988 ist Bruce Whitson stellvertretender Solo-Bratscher der Philharmonie Südwestfalen. Er erhielt mit sechs Jahren seinen ersten Geigenunterricht und verliebte sich als Fünfzehnjähriger in den Klang der Bratsche. Er begann sein Musikstudium an der Universität von Kalifornien in seiner Heimatstadt Sacramento. Parallel dazu absolvierte er eine vierjährige Ausbildung im Geigenbau bei Geigenbaumeister Albert Muller. Als Neunzehnjähriger trat er seine erste Orchesterstelle als Bratscher im Sacramento Symphony Orchester an. 1973 erhielt er ein Stipendium, um an der Manhattan School of Music in New York bei Lillian Fuchs zu studieren. In New York bekam er zusätzlich ein dreijähriges Stipendium für die National Orchestral Association unter Léon Barzin, das eine intensive Ausbildung im Orchesterspiel zum Ziel hatte. Weitere Stationen der musikalischen Ausbildung waren Studien bei Rainer Moog, dem Amadeus Streichquartett an der Musikhochschule Köln, sowie dem La Salle Quartett am Konservatorium Basel.
Bruce Whitson war vier Jahre Mitglied im American Symphony Orchestra in der Carnegie Hall. Danach war er als stellvertretender Solo-Bratscher an der Opéra National von Belgien, Theâtre de la Monnaie Brüssel tätig. Elf Jahre war er Mitglied des Luzerner Festspielorchesters unter renommierten Dirigenten wie Vladimir Ashkenazy, Rafael Frühbeck de Burgos, Jes£s López Cobos, James Conlon, Charles Dutoit, Sir Charles Groves, Rafael Kubelik, Kurt Sanderling, und Wolfgang Sawallisch. Er musizierte regelmäßig bei internationalen Sommerfestspielen wie das Pollensa Festival auf Mallorca und das Cabrillo Festival in Santa Cruz, Kalifornien. Er widmete sich während seiner musikalischen Laufbahn in zahlreichen Ensembles intensiv der Kammermusik. Bruce Whitson hat in ganz Deutschland und in den Benelux-Ländern 200 Aufführungen des Programms "Goethe für Alle" mit dem bekannten deutschen Rezitator Lutz Görner kammermusikalisch und solistisch begleitet. Vor allem als Mitglied des Modigliani Streichquartetts und der Salzburger Solisten reiste er durch die Welt und machte zahlreiche CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen. In unzähligen Konzerten hatte er das große Glück mit u.a. Karl Leister, Eduard Brunner, Wolfgang Schulz, Karlheinz Zöller, Hansjörg Schellenberger, David Geringas, Julius Berger, Maria Kliegel, Mette Hanskov, Vladimir Mendelssohn, Gilles Colliard, Peter Csaba, Anke Dill, Oscar Gighlia, Siegfried Behrend, Agustin Maruri, Chantal Mathieu, Giselle Herbert, Detlev Kraus, Paul Badura-Skoda, Jörg Demus, Elly Ameling, Hermann Prey und Peter Schreier die schönsten Werke der Kammermusik zu präsentieren.
CDs mit Weltersteinspielungen sowohl von den Trios für Flöte, Bratsche und Gitarre und für Violine, Bratsche und Gitarre des Komponisten Wenzeslaus Matiegka (1773-1830) als auch von den Quartetten für Gitarre und Streichtrio des Komponisten Leonhard von Call (1779-1815) sind bei EMEC erschienen.
Zurzeit widmet sich Bruce Whitson den Bratschenkonzerten des bekannten Musikers und Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel. Das Programm "Herschels Entdeckung(en), Musik und Astronomie" mit Herschels Musik, Bildern des Hubble Space Telescope und Texten aus den Tagebüchern von Friedrich Wilhelm und Caroline Herschel wurde zuletzt mit Bruce Whitson und den Dresdner Kapellsolisten vom WDR übertragen.
Als Lehrer war Bruce Whitson bei Kursen für Bratsche und Kammermusik in Les Arcs, Frankreich, in der Schweiz für Jeunesse Musicale, für das Konservatorium Basel, bei Margess International und in Deutschland an der Musikhochschule Detmold tätig. Dazu hat er Vorträge über Geigenbau für die Folkwang-Hochschule Essen gehalten. Seit 1989 ist er Lehrbeauftragter an der Universität Siegen.
Siehe auch:
Musik / Orchester: Philharmonie Südwestfalen
Bildung / Wissenschaft / Universität: Universität Siegen
Medien / Rundfunk / Fernsehen: Westdeutscher Rundfunk Studio Siegen
© Kultur!Büro. Kreis Siegen-Wittgenstein - Kulturhandbuch im Internet KHB 1918.HTM / 28.09.2011